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Sigismund-Sebastian Altar, Hans Burgkmair

Vorzustand,

Freilegungsproben mit offenliegender Grundierung

Nach der Restaurierung mit den Seitenflügeln

Datierung: 1505, Maße 114 x 126 cm, Alte Pinakothek

Der Sigismund Sebastian Altar von Hans Burgkmair gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen altdeutscher Malerei. Durch Reformation und Bildersturm wurden die Flügel getrennt. Im frühen 17. Jh. wurden die Darstellungen grundlegend verändert. Dabei wurden Teile der gotischen Malschichten abgetragen und durch eine perpektivische Renaissancemalerei ersetzt. Eine in den 30 er Jahren begonnene Restaurierung sollte den Urzustand wieder herstellen, nicht wissend, daß viele Bereiche von Burgkmairs Malerei unter der Übermalung aus der Dürerrenaissance verloren waren. Bei Freilungsversuchen wurden große Bereiche Grundierung freigelegt, die dann als störende Fehlstellen das ästhetische Erscheinungsbild massiv störten. Die Weiterführung der Restaurierung galt als unmögich. Da die Tafel im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg ausgestellt werden sollte, wurde sie von 2007 bis 2009 in der Alten Pinakothek in München restauriert und zum heutigen Ergebnis gebracht.

 

Maßnahmen

Der störend nachgedunkelte Firnis wurde gedünnt.

Alte Freilegungsproben und offenliegende Grundierungsbereiche wurden zurückhaltend retuschiert, sodaß die Fehlstellen nicht mehr störend ins Auge fallen und die ursprüngliche Malerei von Hans Burgkmair bestmöglich zur Geltung kommt.

 

Ausstellung Alte Pinakothek München 2009, heutiger Standort: Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg