„Die Heilige Magdalena als Büßerin“

Das Gemälde „Die Heilige Magdalena als Büßerin“ um 1675 aus der Werkstatt Tizians wurde im Auftrag der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen restauriert.

Es sind mehrere Varianten desselben Motivs aus der Werkstatt Tizians bekannt. Das Exemplar aus dem Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen wurde bisher, auch aufgrund des schlechten Erhaltungszustandes, im Depot der Staatsgemäldesammlungen aufbewahrt. Für die Neueinrichtung der Gemäldegalerie in der „Residenz Würzburg“ wurde das Gemälde 2016 untersucht und anschließend aufwendig restauriert.

Vorzustand

Zwischenzustand

Nachzustand

Das Gemälde zeigte im Vorzustand eine starke Firnisgilbung und zahlreiche, teils großflächige und verfärbte Übermalungen. Beispielweise waren die Krakeleelinien im Inkarnat mehrfach übermalt und stellten sich als verfärbte, pastose und schwer lösliche Überarbeitungen dar. Um die empfindlichen originalen Malschichten schützen zu können, erfolgte die Freilegung der ursprünglichen Malerei teilweise mechanisch mit dem Skalpell unter mikroskopischer Betrachtung. Nach Abnahme der Übermalungen zeigten sich wieder interessante Originalpartien, aber es wurde auch deutlich, dass bei früheren Restaurierungen erhebliche Verputzungen entstanden waren. Dadurch bedingt war ein hoher Aufwand an Retusche bei der jetzigen Restaurierung notwendig.

Vorzustand

Zwischenzustand

Nachzustand